
[{"id":5073,"date":"2026-04-15T09:07:58","date_gmt":"2026-04-15T07:07:58","guid":{"rendered":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/?p=5073"},"modified":"2026-04-15T09:08:03","modified_gmt":"2026-04-15T07:08:03","slug":"frueher-hinweis-auf-copd-risiko-atemwegswiderstand-sagt-lungenfunktionsverlust-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/2026\/04\/15\/frueher-hinweis-auf-copd-risiko-atemwegswiderstand-sagt-lungenfunktionsverlust-voraus\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcher Hinweis auf COPD-Risiko: Atemwegswiderstand sagt Lungenfunktionsverlust voraus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine aktuelle Studie unter Beteiligung von Forschenden des DZL zeigt, dass ein erh\u00f6hter Atemwegswiderstand bereits bei scheinbar gesunden Rauchenden ein fr\u00fcher Hinweis auf sp\u00e4tere Lungensch\u00e4den sein kann. Die Ergebnisse wurden im&nbsp;<em>American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine<\/em>&nbsp;ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus der Untersuchung steht die sogenannte Oszillometrie, ein sensibles Messverfahren zur Bestimmung des Atemwegswiderstands. Analysiert wurden Daten aus zwei gro\u00dfen bev\u00f6lkerungsbasierten Kohortenstudien in Deutschland, der&nbsp;KORA-Studie&nbsp;und der&nbsp;SHIP-Studie. Eingeschlossen wurden aktuelle und ehemalige Rauchende ohne auff\u00e4llige Spirometrie und ohne bekannte Lungenerkrankung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen: Rund 17 Prozent der Teilnehmenden wiesen trotz normaler Lungenfunktion bereits einen erh\u00f6hten Atemwegswiderstand auf. Diese Personen hatten im weiteren Verlauf einen deutlich st\u00e4rkeren R\u00fcckgang der Lungenfunktion. Zudem war ihr Risiko, sp\u00e4ter eine auff\u00e4llige Spirometrie zu entwickeln, fast sechsmal so hoch wie bei Personen mit normalen Werten.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit liefert die Studie erstmals robuste Hinweise darauf, dass Ver\u00e4nderungen der Atemwege schon messbar sind, bevor klassische Lungenfunktionstests Auff\u00e4lligkeiten zeigen. Der untersuchte Parameter (R5) erwies sich dabei als besonders aussagekr\u00e4ftig, w\u00e4hrend andere Messgr\u00f6\u00dfen weniger klar mit dem Krankheitsverlauf verkn\u00fcpft waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Oszillometrie als erg\u00e4nzendes Verfahren zur Fr\u00fcherkennung von Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Insbesondere bei Risikogruppen wie Rauchenden k\u00f6nnten so gef\u00e4hrdete Personen fr\u00fcher identifiziert und gezielt pr\u00e4ventiv betreut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn weitere Studien zur Best\u00e4tigung notwendig sind, zeigen die Daten deutlich, dass der Atemwegswiderstand ein wichtiger Baustein f\u00fcr eine pr\u00e4zisere Risikobewertung und fr\u00fchzeitige Intervention bei COPD werden k\u00f6nnte.&lt;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Originalpublikation:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abdo M, Trinkmann F, Ewert R, Obst A, V\u00f6lzke H, Flexeder C, Heier M, Peters A, Herth F, Watz H, Rabe KF, Stubbe B, Karrasch S, Grp KS, Grp SS (2025) High Oscillometry-derived Airway Resistance Is Associated with FEV1 Decline and Future Abnormal Spirometry in Smokers with Initially Normal Spirometry.&nbsp;<em>American journal of respiratory and critical care medicine<\/em>&nbsp;211: 2142-2145 (<em>ARCN, CPC-M, TLRC<\/em>)&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1164\/rccm.202507-1645RL\"><u>https:\/\/doi.org\/10.1164\/rccm.202507-1645RL<\/u><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutsches Zentrum f\u00fcr Lungenforschung (DZL)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Studie unter Beteiligung von Forschenden des DZL zeigt, dass ein erh\u00f6hter Atemwegswiderstand bereits bei scheinbar gesunden Rauchenden ein fr\u00fcher Hinweis auf sp\u00e4tere Lungensch\u00e4den sein kann. 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Doch einfache Regeln wie \u201eweniger Zucker\u201c oder \u201eweniger Fett\u201c bei der Ern\u00e4hrung greifen zu kurz \u2013 darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Studien zeigen: Entscheidend sind nicht nur einzelne N\u00e4hrstoffe oder Lebensmittel, sondern das gesamte Ern\u00e4hrungsmuster. F\u00fcr die allgemeine Gesundheit und Diabetespr\u00e4vention kommt es darauf an, wie Lebensmittel und N\u00e4hrstoffe insgesamt kombiniert werden. Untersuchungen zeigen, dass so das Diabetesrisiko um bis zu 80 Prozent gesenkt werden k\u00f6nnte. DDG Experten geben eine \u00dcbersicht \u00fcber aktuelle Erkenntnisse und zeigen, worauf Menschen im Alltag achten sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange stand die Frage im Fokus, ob Zucker oder Fett krank machen. Heute zeigt sich ein differenzierteres Bild. \u201eDer Einfluss einzelner N\u00e4hrstoffe wird zunehmend im Kontext des gesamten Ern\u00e4hrungsmusters bewertet\u201c, erkl\u00e4rt Dr. med. Stefan Kabisch, Mitglied des Ausschusses Ern\u00e4hrung der DDG und Studienarzt in der Klinik f\u00fcr Endokrinologie und Stoffwechselmedizin an der Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin.<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fchere Studien hatten vor allem ges\u00e4ttigte Fette, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel als Haupttreiber f\u00fcr einen Diabetes mellitus Typ 2 identifiziert. Neue Analysen erg\u00e4nzen dies mit der Erkenntnis: Entscheidend ist auch, wie Menschen insgesamt essen \u2013 also welche Lebensmittel sie kombinieren und wie h\u00e4ufig.<sup>1&nbsp;<\/sup>\u201eEs kommt nicht auf das einzelne Kuchenst\u00fcck zum Kaffeetrinken oder die Chips-Packung vor dem Fernseher an. Wichtig ist, ob diese Lebensmittel in einen insgesamt gesunden Ern\u00e4hrungsplan eingestreut sind oder diesen dominieren\u201c, erkl\u00e4rt Kabisch. \u201eEs geht also nicht um Verbote, sondern das richtige Verh\u00e4ltnis.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pflanzlich-betonte Ern\u00e4hrung steht mit einem geringeren Diabetesrisiko in Verbindung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Besonders deutlich sind die diabetespr\u00e4ventiven Effekte bei pflanzenbetonten Ern\u00e4hrungsweisen. Beobachtungsstudien zeigen, dass Menschen, die viel Gem\u00fcse, Vollkorn, H\u00fclsenfr\u00fcchte und N\u00fcsse konsumieren, seltener an Typ-2-Diabetes erkranken.<sup>2<\/sup>&nbsp;\u201eEntscheidend ist aber auch hier nicht ein einzelnes Lebensmittel, sondern die langfristige Qualit\u00e4t der gesamten Ern\u00e4hrung\u201c, sagt Professor Dr. med. Thomas Skurk, Vorsitzender des Ausschusses Ern\u00e4hrung der DDG und Ern\u00e4hrungsmediziner von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zuckerhaltige Getr\u00e4nke und Fleisch erh\u00f6hen das Diabetesrisiko<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben sch\u00fctzenden Faktoren benennt die Forschung auch klare Risiken. Zuckerhaltige Getr\u00e4nke sind mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes assoziiert und sollten m\u00f6glichst vermieden werden. Regelm\u00e4\u00dfig konsumiert f\u00fchren sie zu schnellen Blutzuckeranstiegen und f\u00f6rdern Gewichtszunahme sowie Insulinresistenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch ist problematisch. Studien zeigen, dass das Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes pro zus\u00e4tzlich t\u00e4gliche Portion statistisch um etwa 10 bis 20 Prozent h\u00f6her ist.<sup>3<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ern\u00e4hrungsmediziner betonen, dass viele Empfehlungen auf Beobachtungsstudien beruhen, da randomisierte Langzeit-Interventionsstudien bislang kaum durchgef\u00fchrt wurden. Dennoch seien die Ergebnisse f\u00fcr viele N\u00e4hrstoffe und Lebensmittel konsistent: \u201eDie Richtung der Effekte ist eindeutig und diese decken sich auch mit bestehenden Interventionsstudien\u201c, res\u00fcmiert Kabisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Checkliste: 5 Ern\u00e4hrungstipps f\u00fcr den Alltag bei Diabetes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Vollkorn statt Wei\u00dfmehl<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mehr pflanzliche Lebensmittel<\/strong><br>Gem\u00fcse, H\u00fclsenfr\u00fcchte und N\u00fcsse unterst\u00fctzen den Stoffwechsel und f\u00f6rdern die S\u00e4ttigung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zuckerhaltige Getr\u00e4nke vermeiden<\/strong><br>Softdrinks lassen den Blutzucker schnell ansteigen und f\u00f6rdern Gewichtszunahme.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fleischkonsum reduzieren<\/strong><br>Vor allem rotes und verarbeitetes Fleisch steht mit einem h\u00f6heren Diabetesrisiko in Verbindung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wasser und unges\u00fc\u00dfte Getr\u00e4nke bevorzugen<\/strong><br>Sie sind die beste Wahl f\u00fcr den Alltag und beeintr\u00e4chtigen den Blutzucker nicht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Getreideballaststoffe stabilisieren den Blutzucker und senken vermutlich das Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ern\u00e4hrung als Schl\u00fcssel f\u00fcr Pr\u00e4vention<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ern\u00e4hrung ist ein zentraler Hebel in der Diabetespr\u00e4vention: Modellrechnungen zeigen, dass ein g\u00fcnstiges Ern\u00e4hrungsmuster das Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes theoretisch sogar um bis zu etwa 80 Prozent senken k\u00f6nnte.<sup>&nbsp;<\/sup>In der Praxis liegen die Effekte meist zwischen 20 und 40 Prozent.<sup>2<\/sup>&nbsp;\u201eLeider weist die Entwicklung in Deutschland seit Jahren in die falsche Richtung: Mit rund 83 Gramm Zucker pro Tag, davon etwa 26 Gramm aus Getr\u00e4nken, liegt der Konsum der Deutschen klar \u00fcber den empfohlenen Mengen. Besonders bedenklich ist, dass etwa jeder bzw. jede Vierte der 14- bis 17-J\u00e4hrigen t\u00e4glich zuckerhaltige Getr\u00e4nke trinkt\u201c, gibt Skurk zu Bedenken.<sup>4\/5<\/sup>&nbsp;\u201eGleichzeitig sinkt der Konsum gesunder Lebensmittel. Bei vielen Menschen ist die Ern\u00e4hrung also deutlich aus dem Gleichgewicht geraten.\u201c Neben Aufkl\u00e4rung brauche es politische Rahmenbedingungen, die jedem und jeder ges\u00fcndere Entscheidungen im Alltag erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr zu den gesundheitspolitischen Forderungen der DDG f\u00fcr mehr Gesundheits- und Diabetespr\u00e4vention lesen Sie&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/fileadmin\/user_upload\/2025-02-10_Agenda_Diabetologie_2030.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>hier.<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1<\/sup>Kabisch S, Schlesinger, S.,Epidemiologie und Ern\u00e4hrungsempfehlungen \u2013 zwischen Evidenz, Kritik und Aufbruch, Seite 18 bis 21, Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2026&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/fileadmin\/user_upload\/Deutscher_Gesundheitsbericht_2026_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ddg.info\/fileadmin\/user_upload\/Deutscher_Gesundheitsbericht_2026_final.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2<\/sup>Diab.info:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.diabinfo.de\/vorbeugen\/was-kann-ich-tun\/gesunde-ernaehrung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gesunde Ern\u00e4hrung f\u00fcr Herz und Stoffwechsel<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3<\/sup>&nbsp;Wittenbecher C, M\u00fchlenbruch K, Kr\u00f6ger J, Jacobs S, Kuxhaus O, Floegel A, Fritsche A, Pischon T, Prehn C, Adamski J, Joost HG, Boeing H, Schulze MB.&nbsp;Amino acids, lipid metabolites, and ferritin as potential mediators linking red meat consumption to type 2 diabetes. doi: 10.3945\/ajcn.114.099150.&nbsp;Am J Clin Nutr. June 1, 2015<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4<\/sup>Statista: Pro-Kopf-Konsum von Zucker in Deutschland in den Jahren 1950\/51 bis 2024\/25&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/175483\/umfrage\/pro-kopf-verbrauch-von-zucker-in-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/175483\/umfrage\/pro-kopf-verbrauch-von-zucker-in-deutschland\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>5&nbsp;<\/sup>RKI Diabetes Surveillance 2015-2024 \u2013 Zuckerhaltige Erfrischungsgetr\u00e4nke&nbsp;<a href=\"https:\/\/edoc.rki.de\/bitstream\/handle\/176904\/12501\/DiabSurv_Zuckerhaltige_Erfrischungsgetr%C3%A4nke_K.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/edoc.rki.de\/bitstream\/handle\/176904\/12501\/DiabSurv_Zuckerhaltige_Erfrischungsgetr%C3%A4nke_K.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesamtes Ern\u00e4hrungsmuster entscheidet \u00fcber das Diabetesrisiko Ern\u00e4hrung spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Diabetes Typ 2. 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Er soll die Basis f\u00fcr die zirkadiane Medizin legen \u2013 also eine Medizin, die sich st\u00e4rker an der inneren Uhr des Menschen orientiert. Angewendet bei rund 4.000 Personen, offenbart die neue Methode au\u00dferdem, dass Frauen und M\u00e4nner sich in ihren Biorhythmen ein klein wenig unterscheiden, und dass der Einfluss des Lebensstils gr\u00f6\u00dfer ist als bisher angenommen. Die Ergebnisse sind jetzt im Fachmagazin PNAS* erschienen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Uhrzeit ist umgestellt, der K\u00f6rper noch nicht: Viele Menschen nehmen ihre innere Uhr nach der Zeitumstellung besonders deutlich wahr, sie empfinden eine Art Jetlag, weil Uhrzeit und K\u00f6rperrhythmus nicht mehr \u00fcbereinstimmen. Der Biorhythmus beeinflusst jedoch nicht nur den Schlaf, sondern auch den Stoffwechsel und sogar die Wirkung von Medikamenten. \u201eZum Beispiel zeigen Studien, dass die Tageszeit, zu der bestimmte Krebsimmuntherapien verabreicht werden, deren Wirksamkeit entscheidend beeinflussen kann\u201c, sagt Prof. Achim Kramer, Leiter des Arbeitsbereichs Chronobiologie an der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin der Charit\u00e9. \u201eDas liegt vermutlich daran, dass \u2013 wie die meisten Organe unseres K\u00f6rpers \u2013 auch das Immunsystem einem etwa 24-st\u00fcndigen Rhythmus folgt. Und der ist individuell unterschiedlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen individuellen Takt der inneren Uhr in Diagnostik und Therapie systematisch zu ber\u00fccksichtigen, ist Ziel der zirkadianen Medizin. In einem neuen Sonderforschungsbereich unter Leitung von Achim Kramer arbeiten Wissenschaftler:innen der Charit\u00e9 und der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck daran, das Forschungsfeld voranzubringen. Voraussetzung f\u00fcr eine zirkadiane Medizin sind Methoden, die es erlauben, den Biorhythmus m\u00f6glichst unkompliziert feststellen zu k\u00f6nnen. Das war bisher schwierig: \u201eDie bisherige Standardmethode misst das Dunkelhormon Melatonin im Speichel, und zwar bei schwachem Licht \u00fcber mehrere Stunden\u201c, erkl\u00e4rt Achim Kramer. \u201eDas l\u00e4sst sich nur im Labor umsetzen und ist zu aufw\u00e4ndig f\u00fcr die breite Anwendung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">17 Gene in Haarwurzeln zeigen die Uhrzeit an<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit seinem Team hat Achim Kramer nun einen Test entwickelt, der den Takt der inneren Uhr anhand von Haaren ermittelt, oder genauer: anhand der Zellen von wenigen Haarwurzeln. \u201eIn diesen Zellen bestimmen wir die Aktivit\u00e4t von 17 Genen, die zur molekularen Uhr geh\u00f6ren oder durch sie gesteuert werden\u201c, erkl\u00e4rt der Chronobiologe. \u201eAus diesem Muster l\u00e4sst sich mithilfe maschinellen Lernens berechnen, zu welchem Zeitpunkt im Tagesrhythmus sich die Person befindet. Eine einzige Probe reicht daf\u00fcr aus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In der aktuellen Studie zeigten die Forschenden, dass der neue Test den individuellen zirkadianen Rhythmus \u00e4hnlich gut ermittelt wie die bisherige Standardmethode. \u201eDie Haaranalyse ist allerdings ungleich einfacher durchzuf\u00fchren, das macht die Methode so wertvoll\u201c, betont Achim Kramer. Dass sich der Test f\u00fcr die Anwendung in der Breite eignet, konnte das Team schon belegen: Mehr als 4.000 Menschen sendeten von zu Hause ihre Haarproben ein, um ihren Chronotyp bestimmen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Genetische Veranlagung, Alter, Geschlecht und Lebensstil stellen die innere Uhr<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Analyse dieser Stichprobe best\u00e4tigte erstmals in gro\u00dfem Umfang anhand von biologischen Messungen Erkenntnisse, auf die schon Befragungen hingedeutet hatten: Zum Beispiel dass der Biorhythmus vom Alter abh\u00e4ngt, Menschen mit Mitte 20 also im Mittel rund eine Stunde sp\u00e4ter m\u00fcde werden als \u00dcber-50-J\u00e4hrige. Und dass die innere Uhr bei den getesteten Frauen im Schnitt etwas fr\u00fcher die Nacht einl\u00e4utet als bei den M\u00e4nnern. Der Unterschied, den die aktuelle Studie ergeben hat, ist mit sechs Minuten allerdings kleiner als der in Fragebogen-Studien ermittelte. \u201eWir gehen dennoch davon aus, dass sich das Geschlecht auf die innere Uhr auswirkt, denn Geschlechtshormone haben auch in anderen Studien einen Einfluss auf die biologische Taktung gezeigt\u201c, erl\u00e4utert Achim Kramer.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt entsteht der Chronotyp eines Menschen aus mehreren Faktoren. \u201eGenetische Veranlagung, Alter, Geschlecht und Lebensstil spielen zusammen\u201c, sagt der Chronobiologe. \u201eUnd deshalb k\u00f6nnen sich die inneren Uhren einzelner Menschen deutlich unterscheiden.\u201c \u00dcberrascht hat die Forschenden, wie stark der Lebensstil den Biorhythmus beeinflusst: Wie die Daten zeigen, ist der innere Taktgeber bei erwerbst\u00e4tigen Menschen rund eine halbe Stunde fr\u00fcher aktiv als bei nicht erwerbst\u00e4tigen Personen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">N\u00e4chster Schritt: zirkadiane Medizin<\/h4>\n\n\n\n<p>Um den neuen Test weiter zu etablieren, arbeitet das Forschungsteam daran, ihn f\u00fcr Routine-Labore zu standardisieren. Dann kann er k\u00fcnftig noch einfacher medizinisch genutzt werden \u2013 beispielsweise als Basis f\u00fcr eine Schlafberatung oder zur Diagnose von Schlafrhythmusst\u00f6rungen. Auch die zirkadiane Medizin r\u00fcckt n\u00e4her. Mit dem Test l\u00e4sst sich nun \u00fcberpr\u00fcfen, ob Therapien, die sich nach dem individuellen Takt der inneren Uhr richten, besser wirken oder weniger Nebenwirkungen haben als ohne zeitliche Anpassung.<\/p>\n\n\n\n<p>*Maier B et al. HairTime: A noninvasive assay for estimating circadian phase from a single hair sample. PNAS 2026 Mar 25. doi: 10.1073\/pnas.2514928123<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Studie<\/strong><br>F\u00fcr die Vermarktung des neuen Tests ist das Unternehmen BodyClock Technologies GmbH aus der Charit\u00e9 ausgegr\u00fcndet worden, Prof. Achim Kramer ist einer der Gesellschafter und Patentinhaber. Die Daten zu den rund 4.000 Proben, die in der aktuellen Studie analysiert wurden, hat die BodyClock Technologies GmbH erhoben. Teile der Studie sind entstanden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs \u201eFundamente der zirkadianen Medizin\u201c (TRR 418), der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Originalpublikation:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.2514928123\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.2514928123<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/doi\/10.1073\/pnas.2514928123\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.pnas.org\/doi\/10.1073\/pnas.2514928123<\/a>&nbsp;Originalpublikation<br><a href=\"https:\/\/www.charite.de\/service\/pressemitteilung\/artikel\/detail\/zwei_neue_sonderforschungsbereiche_kommen_an_die_charite\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.charite.de\/service\/pressemitteilung\/artikel\/detail\/zwei_neue_sonderforschungsbereiche_kommen_an_die_charite<\/a>&nbsp;(Pressemitteilung vom 30.05.2025)<br><a href=\"https:\/\/www.circadianmedicine.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.circadianmedicine.de\/de<\/a>&nbsp;Sonderforschungsbereich \u201eFundamente der zirkadianen Medizin\u201c (TRR 418)<br><a href=\"https:\/\/anaesthesieintensivmedizin.charite.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/anaesthesieintensivmedizin.charite.de\/<\/a>&nbsp;Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin (CCM\/CVK)<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forschungsteam der Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin hat einen Test entwickelt, der den Chronotyp eines Menschen anhand seiner Haarwurzeln bestimmen kann. 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Am Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg kommt daf\u00fcr in einem Pilotprojekt ein neues digitales System zum Einsatz: Die Patientinnen und Patienten beantworten Onlinefrageb\u00f6gen auf ihren eigenen Mobilger\u00e4ten, im Anschluss werden die Daten direkt in die Patientenakte \u00fcbermittelt. Eine aktuelle Studie hat die technische und klinische Machbarkeit des Systems \u00fcberpr\u00fcft und best\u00e4tigt. Die Ergebnisse sind im \u201eJournal of Medical Internet Research\u201c erschienen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie geht es Ihnen heute?\u201c, \u201eWie viel Schmerz versp\u00fcren Sie nach der Operation?\u201c, \u201eWie stark haben Sie sich in den letzten vier Wochen durch M\u00fcdigkeit oder Ersch\u00f6pfung beeintr\u00e4chtigt gef\u00fchlt?\u201c: Fragen wie diese beantworten Patientinnen und Patienten freiwillig im Rahmen sogenannter Patient-Reported Outcome Measures (PROMs). Damit \u00fcbermitteln sie digital subjektive Einsch\u00e4tzungen zu ihrem Gesundheitszustand und ihrem Wohlbefinden \u2013 zu Beginn, im Laufe und auch nach einer Behandlung. PROMs sind ein wichtiger Bestandteil moderner, patientenzentrierter Medizin. Sie f\u00f6rdern den Arzt-Patient*innen-Dialog, k\u00f6nnen Behandlungsteams bei Verlaufskontrollen und Therapieanpassungen unterst\u00fctzen und dazu beitragen, dass Verschlechterungen ihres Gesundheitszustands fr\u00fchzeitig erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Dugas, Professor f\u00fcr \u201eMedizinische Informationssysteme\u201c an der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg und Direktor des Instituts f\u00fcr Medizinische Informatik am Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg (UKHD), hat gemeinsam mit seinem Team eine Software entwickelt, \u00fcber die Patientinnen und Patienten Angaben zur gesundheitsbezogenen Lebensqualit\u00e4t \u00fcber ihre eigenen mobilen Ger\u00e4te erfassen k\u00f6nnen. Die Daten werden direkt in die elektronische Patientenakte am UKHD \u00fcbermittelt. Zudem k\u00f6nnen die Daten nach Einwilligung durch die Patientinnen und Patienten anonymisiert f\u00fcr klinische Studien zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Validierungsstudie mit 110 Patientinnen und Patienten des UKHD<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer Studie \u00fcberpr\u00fcften Prof.&nbsp;Dugas und weitere Forschende der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg die technische und klinische Machbarkeit des Systems. Daf\u00fcr wurden \u00fcber einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen bis maximal drei Monaten PROMs von insgesamt 110&nbsp;Patientinnen und Patienten aus vier Kliniken des UKHD erhoben. Inhalt und H\u00e4ufigkeit der Befragungen waren an die jeweiligen Krankheitsbilder angepasst. Die beteiligten Abteilungen waren die Klinik f\u00fcr Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie (\u00c4rztlicher Direktor: Prof. Dr. Hans-Christoph Friederich), die Klinik f\u00fcr H\u00e4matologie, Onkologie und Rheumatologie (Prof. Dr. Carsten M\u00fcller-Tidow), die Klinik f\u00fcr Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie (Prof. Dr. Christoph Michalski) und die Neurochirurgische Klinik (Prof. Dr. Sandro Krieg). Die Patientinnen und Patienten bearbeiteten PROMs in t\u00e4glichen oder w\u00f6chentlichen Abst\u00e4nden. Die Forschenden ermittelten unter anderem die Teilnahmequote, die Zeit zwischen E-Mail-Versand und Teilnahme, die Vollst\u00e4ndigkeit der abgegebenen Daten und deren Bedeutung f\u00fcr die Behandlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Team um Prof. Dugas zeigte, dass die PROM-Erhebung \u00fcber das neu entwickelte System in verschiedenen medizinischen Bereichen funktioniert. Von 184&nbsp;angefragten Personen stimmten 110 (60&nbsp;Prozent) der Teilnahme zu. Sie beantworteten die Frageb\u00f6gen regelm\u00e4\u00dfig \u2013 im Durchschnitt innerhalb von weniger als acht Stunden. Aus den online abgegebenen Bewertungen ergaben sich in allen vier Kliniken wichtige Befunde. So zeigte sich zum Beispiel bei Befragungen von 36&nbsp;Patientinnen und Patienten zur Psychosomatik nach vierw\u00f6chiger Therapie ein Anstieg der gesundheitsbezogenen Lebensqualit\u00e4t von 42 auf 60 Prozent. Das Klinikpersonal bewertete die direkte \u00dcbertragung in die Patientenakten als hilfreich f\u00fcr die Versorgung, etwa bei der Schmerzbehandlung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben gezeigt, dass es m\u00f6glich und sinnvoll ist, Abfragen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualit\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber private Ger\u00e4te durchzuf\u00fchren, und zwar in vier v\u00f6llig unterschiedlichen medizinischen Bereichen\u201c, res\u00fcmiert Prof. Dugas. \u201eDie Betroffenen merken, dass sie einen Beitrag zu ihrer eigenen Therapie leisten k\u00f6nnen \u2013 und sind deshalb bereit, auch in kurzen Zeitabst\u00e4nden Frageb\u00f6gen zu beantworten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Technische Aspekte und Ausblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die technische Herausforderung dieses Projekts bestand darin, ein einfach zu bedienendes System zu entwickeln, das auf patienteneigenen Mobilger\u00e4ten funktioniert und das zugleich die hohen Anforderungen an Informationssicherheit und Datenschutz eines Klinikums erf\u00fcllt. N\u00e4chstes Ziel des Instituts f\u00fcr Medizinische Informatik ist es, das System nach dem erfolgreichen Pilotbetrieb am UKHD auch in allen Tochterkliniken des Universit\u00e4tsklinikums in Anwendung zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Originalpublikation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dugas M, Fleige R, Blumenstock M et al. (2026) Quality of Life Trajectories With Integration Into Electronic Health Records for High-Resolution Patient Outcomes: Algorithm Development and Validation Study. J Med Internet Res 2026;28:e79834, <a href=\"https:\/\/email.universitaetsklinikum-heidelberg.senderservices.net\/c\/eJyc0EuOqzAQheHV2LNY5cIPPPDgTthGBFQlKQVMZDus_4ruHfQGjs7_UY5MMWrONkYfMcTBa95n2e5CWSFa8M6NClG_8vKI60i4INBKya2B0uqZwbvZUghWS0bAAA4SJPQDGj-OD0-JPYDFBZJy8C1ycm3SZ-7tvUmR93e_vViIt4Xr0zQuxLVxPWXlZgp3veVX75-mhn8KJ4UTHWKO-lQ4WTBoU1A4xTQOTtcs5XEoBwvLp3Jrhlhfi1Kedzr2WcpV9YcTF0HPPzS3XxR9ZvwfAAD__0VtZbw\">DOI: 10.2196\/79834<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen im Internet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Website des <a href=\"https:\/\/email.universitaetsklinikum-heidelberg.senderservices.net\/c\/eJyc0EGSgyAQheHTwC5W24LIgsVsvEZK7DZ2qSQF6PmnnLlBLvBe_R8Fx-Sc5tA6Zx32rrOaj0n2p1BQiC1YYwaFqNdAs0cw02wNeBe9xbk1GOPSc0-zgaglIGAPBjx4tB02dhgWS54tQIsRvDJwJrk4F6kT17LtkmQ7j8fKQrxHzq-mcCLOhfMlM5cmcdV7WGv9FNX9KBwVjue2UkOscJRDFI46B0nLWxmILJ_MpTTE-h6S9HrS-5gk3TFffN_lNfyJPP4t9BXwNwAA__8reWQT\">Instituts f\u00fcr Medizinische Informatik am UKHD<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfolgreiches Pilotprojekt am Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg Patientinnen und Patienten regelm\u00e4\u00dfig zu ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualit\u00e4t zu befragen, ist ein wichtiger Aspekt patientenzentrierter Medizin. 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April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Pr\u00e4vention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ern\u00e4hrung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus \u2013 und sogar seine Vorstufen \u2013 das Risiko erh\u00f6hen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ern\u00e4hrung kann vor Typ-2-Diabetes sch\u00fctzen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterst\u00fctzt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) f\u00fcr eine ges\u00fcndere Ern\u00e4hrung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Menschen, die an Parkinson erkranken, steigt schneller, als es der demografische Wandel allein erkl\u00e4ren kann. Neben Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und der Exposition gegen\u00fcber Pflanzenschutzmitteln r\u00fcckt zunehmend auch die Ern\u00e4hrung in den Fokus der Forschung. Studien deuten darauf hin, dass fehlgefaltetes Alpha-Synuclein, ein zentrales Protein in der Parkinson-Pathologie, im Darm entsteht und sich \u00fcber den Vagusnerv ins Gehirn ausbreitet \u2013 ein Mechanismus, der als Hirn-Darm-Achse beschrieben wird. Ver\u00e4nderungen des Darmmikrobioms sowie chronische Verstopfung gelten zudem als m\u00f6gliche Fr\u00fchzeichen, oft lange vor dem Auftreten motorischer Symptome.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund richten sich neue wissenschaftliche Ans\u00e4tze verst\u00e4rkt auf die Rolle der Darmflora und den Effekt der Ern\u00e4hrung bei der Parkinson-Entstehung. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine mediterrane Ern\u00e4hrung mit einem geringeren Risiko f\u00fcr Parkinson sowie einer niedrigeren Symptomlast bei bereits Erkrankten einhergeht [1, 2]. Sie basiert auf viel Obst und Gem\u00fcse, H\u00fclsenfr\u00fcchten, Vollkornprodukten, Oliven\u00f6l und Fisch, w\u00e4hrend Fleisch sowie stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel nur selten auf dem Speiseplan stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mediterrane Di\u00e4t sch\u00fctzt auch vor der Entstehung von Diabetes mellitus \u2013 und das ist zum Welt-Parkinson-Tag durchaus relevant: Denn wie verschiedene Studien zeigten, haben Menschen mit Diabetes mellitus ein h\u00f6heres Risiko, an Parkinson zu erkranken. Eine Metaanalyse [3] von 15 Kohortenstudien mit insgesamt 29,9 Millionen Personen kam zu dem Ergebnis, dass Diabetes mellitus mit einem etwa 27 % h\u00f6heren relativen Risiko f\u00fcr Parkinson assoziiert ist, und selbst f\u00fcr Pr\u00e4diabetes zeigte sich ein kleiner, aber messbarer Risikoanstieg. \u201eAuch eine retrospektive Kohortenstudie aus Spanien [4] kam zu dem Ergebnis, dass das Parkinson-Risiko bereits bei Pr\u00e4diabetes erh\u00f6ht ist\u201c, erkl\u00e4rte PD Dr. Eva Sch\u00e4ffer vom UKHS in Kiel, Sprecherin der DGN-Taskforce Pr\u00e4vention.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) [5] erkranken in Deutschland j\u00e4hrlich rund 450.000 Menschen neu an Diabetes, etwa 9,3 Millionen leben derzeit mit der Erkrankung. Bis 2040 k\u00f6nnte die Zahl der Betroffenen auf 12,3 Millionen steigen. \u201eAngesichts dieser Entwicklung m\u00fcssen wir auch das damit einhergehende erh\u00f6hte Parkinson-Risiko in den Blick nehmen und st\u00e4rker f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung sensibilisieren\u201c, erkl\u00e4rt DGN-Pr\u00e4sidentin Prof. Dr. Daniela Berg, UKSH Kiel. \u201eDiabetes-Pr\u00e4vention ist letztlich auch Parkinson-Pr\u00e4vention.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als wesentliche Ursache f\u00fcr die steigende Diabetes-Pr\u00e4valenz gilt die dauerhaft zu hohe Energiezufuhr. Eine Ern\u00e4hrung mit vielen ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren und Zucker beg\u00fcnstigt \u00dcbergewicht und Typ-2-Diabetes. \u201eVielen Menschen ist nicht einmal bewusst, wie viel versteckten Zucker und Fette sie t\u00e4glich aufnehmen \u2013 etwa \u00fcber Fast Food oder Softdrinks. Deshalb unterst\u00fctzen wir die Initiativen der Deutschen Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) f\u00fcr mehr Transparenz und eine ges\u00fcndere Ern\u00e4hrung\u201c, so Prof. Berg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNicht\u00fcbertragbare Krankheiten sind weiterhin auf dem Vormarsch. Mit Appellen an die Eigenverantwortung, Bildungsangeboten und Aufkl\u00e4rung allein k\u00f6nnen wir diesem drohenden Tsunami nicht begegnen. Wir brauchen eine verantwortungsvolle Pr\u00e4ventionspolitik, die mutig und unideologisch Reformen anpackt. Dazu z\u00e4hlt auch eine nach Zuckergehalt gestaffelte Zuckersteuer nach britischem Vorbild, wie sie die FinanzKommission Gesundheit k\u00fcrzlich auch empfohlen hat\u201c , erg\u00e4nzt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p>[1]&nbsp;<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/39064625\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seelarbokus BA, Menozzi E, Schapira AHV et al. Mediterranean Diet Adherence, Gut Microbiota and Parkinson&#8217;s Disease: A Systematic Review. Nutrients. 2024 Jul 9;16(14):2181<\/a>. doi: 10.3390\/nu16142181. PMID: 39064625; PMCID: PMC11280252.<br>[2]&nbsp;<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/35144237\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Solch RJ, Aigbogun JO, Voyiadjis AG et al. Mediterranean diet adherence, gut microbiota, and Alzheimer&#8217;s or Parkinson&#8217;s disease risk: A systematic review. J Neurol Sci. 2022 Mar 15;434:120166<\/a>. doi: 10.1016\/j.jns.2022.120166. Epub 2022 Jan 26. PMID: 35144237.<br>[3]&nbsp;<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/37185794\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aune D, Schlesinger S, Mahamat-Saleh Y et al. Diabetes mellitus, prediabetes and the risk of Parkinson&#8217;s disease: a systematic review and meta-analysis of 15 cohort studies with 29.9 million participants and 86,345 cases. Eur J Epidemiol. 2023 Jun;38(6):591-604<\/a>. doi: 10.1007\/s10654-023-00970-0. Epub 2023 Apr 25. PMID: 37185794; PMCID: PMC10232631.<br>[4]&nbsp;<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/34216937\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S\u00e1nchez-G\u00f3mez A, D\u00edaz Y, Duarte-Salles T et al. Prediabetes, type 2 diabetes mellitus and risk of Parkinson&#8217;s disease: A population-based cohort study. Parkinsonism Relat Disord. 2021 Aug;89:22-27.<\/a>&nbsp;doi: 10.1016\/j.parkreldis.2021.06.002. Epub 2021 Jun 8. PMID: 34216937.<br>[5]&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/ddg-factsheet\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ddg.info\/ddg-factsheet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:\u00a0Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Neurologie e.V. (DGN)<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Pr\u00e4vention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ern\u00e4hrung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus \u2013 und sogar seine Vorstufen \u2013 das Risiko erh\u00f6hen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. 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Auch&nbsp;<strong>gest\u00f6rte Abl\u00e4ufe in den Netzwerken des Gehirns<\/strong>&nbsp;spielen eine wichtige Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle \u00dcbersichtsarbeit im&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41582-026-01189-9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fachjournal&nbsp;<em>Nature Reviews Neurology<\/em><\/a>&nbsp;von Forschenden des&nbsp;<a href=\"http:\/\/iknd.med.ovgu.de\/\">Instituts f\u00fcr Kognitive Neurologie und Demenzforschung der Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg<\/a>, des Deutschen Zentrums f\u00fcr Neurodegenerative Erkrankungen (<a href=\"https:\/\/www.dzne.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DZNE<\/a>) sowie des Leibniz-Instituts f\u00fcr Neurobiologe Magdeburg (<a href=\"https:\/\/www.lin-magdeburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LIN<\/a>). Die Arbeit er\u00f6ffnet&nbsp;<strong>neue Perspektiven f\u00fcr Diagnostik und Therapie der Erkrankung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ged\u00e4chtnis als Zusammenspiel von Gehirnnetzwerken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erinnerungen entstehen durch ein koordiniertes Zusammenspiel mehrerer Hirnregionen. Dieses Netzwerk, das unter anderem den Hippocampus sowie Bereiche im Vorder- und Temporallappen umfasst, erm\u00f6glicht das sogenannte episodische Ged\u00e4chtnis \u2013 also die Erinnerung an pers\u00f6nliche Erlebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Alzheimer breiten sich krankhafte Ver\u00e4nderungen entlang dieser Verbindungen aus und st\u00f6ren die Kommunikation innerhalb des Netzwerks. Typische Folgen sind S<strong>chwierigkeiten beim Abrufen von Erinnerungen, das Verwechseln von Erlebnissen sowie Probleme beim Lernen neuer Informationen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm Gehirn ist Ged\u00e4chtnis in klaren Schaltkreisen organisiert\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Emrah D\u00fczel, Direktor des Instituts f\u00fcr Kognitive Neurologie und Demenzforschung Magdeburg sowie Standortsprecher des DZNE in Magdeburg. \u201eWenn diese nicht mehr effizient zusammenarbeiten, entstehen Ged\u00e4chtnisprobleme \u2013 auch dann, wenn Teile der Struktur noch vorhanden sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nutzung vorhandener Ressourcen im Fokus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Konzept der Arbeit ist das sogenannte \u201eCircuit Utilization Framework\u201c. Es beschreibt, dass nicht nur der strukturelle Zustand des Gehirns entscheidend ist, sondern auch, wie gut vorhandene Netzwerke genutzt werden. Ein Teil der Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen k\u00f6nnte demnach darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass&nbsp;<strong>bestehende Verbindungen nicht mehr optimal aktiviert oder koordiniert werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sehen Hinweise darauf, dass noch erhaltene Funktionskapazit\u00e4ten im Gehirn nicht mehr zuverl\u00e4ssig genutzt werden k\u00f6nnen\u201c, so der Neurowissenschaftler. \u201eDas er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, gezielt an der Funktionsweise dieser Netzwerke und Schaltkreise anzusetzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 80 Prozent der Alzheimer-Erkrankten sind von der amnestischen Form betroffen, bei der insbesondere das episodische Ged\u00e4chtnis beeintr\u00e4chtigt ist. Unterschiede im Krankheitsverlauf k\u00f6nnten unter anderem durch die F\u00e4higkeit des Gehirns erkl\u00e4rt werden, Ausf\u00e4lle zu kompensieren (kognitive Reserve).<\/p>\n\n\n\n<p>Beobachtungen zeigen: Manche Menschen weisen trotz nachweisbarer Alzheimer-Ver\u00e4nderungen lange nur geringe Symptome auf. Andere entwickeln fr\u00fch deutliche Ged\u00e4chtnisprobleme. Faktoren wie Bildung, geistige Aktivit\u00e4t und Lebenserfahrung k\u00f6nnen dabei eine Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Gehirn hat mehr M\u00f6glichkeiten, als wir lange gedacht haben\u201c, so Mitautor Hon.-Prof. Michael Kreutz, Leiter der Forschungsgruppe Neuroplastizit\u00e4t am LIN in Magdeburg. \u201eEs kann auf Umwege ausweichen. Aber wir verstehen erst ansatzweise, wie wir diesen Prozess gezielt f\u00f6rdern k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neue Ansatzpunkte f\u00fcr Therapie und Diagnostik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Arbeit legen nahe,&nbsp;<strong>Therapien st\u00e4rker auf die Funktion von Gehirnnetzwerken auszurichten<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gezieltes Ged\u00e4chtnistraining, das bestimmte Denkprozesse st\u00e4rkt<\/li>\n\n\n\n<li>Stimulation von Hirnarealen, etwa durch elektrische oder magnetische Verfahren<\/li>\n\n\n\n<li>Medikamente, die die Aktivit\u00e4t von Nervenzellen regulieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Erste klinische Studien zeigen, dass durch die gezielte Modulation bestimmter Hirnregionen \u2013 insbesondere im Hippocampus \u2013&nbsp;<strong>Verbesserungen der Ged\u00e4chtnisleistung messbar<\/strong>&nbsp;sind. Diese Effekte wurden bislang vor allem in fr\u00fchen Krankheitsstadien beobachtet. \u201eWir m\u00fcssen dieses Wissen besser klinisch nutzen\u201c, sagt Prof. D\u00fczel. \u201eEs ist Zeit, Ged\u00e4chtnisprobleme bei Alzheimer auf der Ebene von Schaltkreisen und Rechenprozessen zu betrachten. So k\u00f6nnen wir besser verstehen, welche Prozesse im Gehirn gest\u00f6rt sind und gezielter Interventionen entwickeln und einsetzen. In der Zukunft m\u00fcssen wir die Alzheimer Krankheit sowohl urs\u00e4chlich behandeln, z.B. mit Anti-Amyloid Antik\u00f6rpern, als auch erhaltene Ressourcen des Gehirns mobilisieren und st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Perspektiven f\u00fcr Forschung und Versorgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Arbeit fasst bestehende&nbsp;<strong>Forschungsergebnisse<\/strong>&nbsp;zusammen und beschreibt daraus ein&nbsp;<strong>neues Erkl\u00e4rungsmodell<\/strong>. Sie basiert auf Daten aus verschiedenen Studien \u2013 darunter Untersuchungen an Patientinnen und Patienten, bildgebende Verfahren sowie experimentelle Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Forschungsgruppen verfolgen \u00e4hnliche Ans\u00e4tze. Teilweise unterscheiden sich jedoch die Einsch\u00e4tzungen dar\u00fcber, wie gro\u00df der Anteil reversibler Funktionsst\u00f6rungen tats\u00e4chlich ist. Unbestritten ist, dass strukturelle Sch\u00e4den \u2013 also der Verlust von Nervenzellen \u2013mit dem derzeitigen Wissen nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, therapeutische Ans\u00e4tze m\u00f6glichst fr\u00fch im Krankheitsverlauf einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob und in welchem Umfang sich Ged\u00e4chtnisleistungen dadurch im Alltag verbessern lassen, m\u00fcssen weitere klinische Studien zeigen. Auch Fragen zu Kosten und Verf\u00fcgbarkeit solcher Behandlungen sind noch offen. Viele der derzeit untersuchten Verfahren werden aktuell im Rahmen von Studien entwickelt und finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Langfristig k\u00f6nnte dieser Ansatz dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung besser zu verstehen und die Lebensqualit\u00e4t von Betroffenen l\u00e4nger zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Arbeit wurde unterst\u00fctzt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (<a href=\"https:\/\/www.dfg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DFG<\/a>) im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Neural Resources of Cognition&nbsp;<a href=\"https:\/\/sfb1436.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SFB1436<\/a>&nbsp;an der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ovgu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg<\/a>&nbsp;sowie durch das Deutsche Zentrum f\u00fcr Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Originalpublikation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>D\u00fczel, E., Kreutz, M.R. Maintaining and regaining episodic memory in Alzheimer disease: a circuit-based perspective.&nbsp;Nat Rev Neurol (2026).&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41582-026-01189-9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41582-026-01189-9<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:\u00a0Universit\u00e4tsmedizin Magdeburg<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue \u00dcbersichtsarbeit aus Magdeburg zeigt: St\u00f6rungen in Gehirnnetzwerken spielen eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als bisher angenommen und k\u00f6nnten gezielt beeinflusst werden. Ged\u00e4chtnisverluste bei Alzheimer&nbsp;entstehen nicht ausschlie\u00dflich durch den Verlust von Nervenzellen. Auch&nbsp;gest\u00f6rte Abl\u00e4ufe in den Netzwerken des Gehirns&nbsp;spielen eine wichtige Rolle. 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Schnake dar\u00fcber, wie DGS und DWG k\u00fcnftig interdisziplin\u00e4r chronische R\u00fcckenschmerzen behandeln wollen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Frankfurt, 1. April 2026. R\u00fccken- und Gelenkschmerzen waren Schwerpunkt der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Schmerz- und Palliativtagen 2026 in Frankfurt am Main. Auf dem Kongress wurde erstmalig die Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Schmerzmedizin (DGS) und der Deutschen Wirbels\u00e4ulengesellschaft (DWG) in einem gemeinsamen Symposium zum Thema \u201eInvasive Schmerztherapie: Sinnvoll oder \u00fcbertrieben?\u201c mit Inhalten gef\u00fcllt. Dabei diskutierten Experten vor einem Fachpublikum, wann R\u00fcckenschmerzen prim\u00e4r mit Schmerztherapie und Physiotherapie behandelt werden \u2013 und wann ein operativer Eingriff Nervensch\u00e4den vorbeugt und Lebensqualit\u00e4t verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckenschmerzen sind Deutschlands Volkskrankheit Nr. 1: Millionen Menschen stehen vor der Frage \u201eWarten oder handeln?\u201c Die Fachgesellschaften setzen k\u00fcnftig auf Teamwork: Schmerzmediziner, Physiotherapeuten, Psychologen und Wirbels\u00e4ulenspezialisten beraten gemeinsam. So entstehen evidenzbasierte Entscheidungen \u2013 statt der Debatte um \u201ewarten oder eingreifen\u201c. DGS-Pr\u00e4sident Dr. Richard Ibrahim und DWG-Pr\u00e4sident PD Klaus J. Schnake erkl\u00e4ren im Gespr\u00e4ch, wie Patienten von dieser Zusammenarbeit profitieren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herr Dr. Schnake, die Schmerz- und Palliativtage sind vorbei \u2013 welche Bedeutung hat die DWG-DGS-Partnerschaft f\u00fcr Sie? Was \u00e4ndert sich f\u00fcr R\u00fcckenschmerzpatienten?<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Schmerz- und Palliativtage waren ein voller Erfolg \u2013 unsere Kooperation ist ein wichtiger Schritt nach jahrelangen Diskussionen \u00fcber die Frage des \u201aWartens oder Handeln?\u2018. Schmerzmediziner und Wirbels\u00e4ulenspezialisten sollen k\u00fcnftig interdisziplin\u00e4r zusammenarbeiten: Patientenf\u00e4lle k\u00f6nnen in gemeinsamen Konferenzen besprochen werden, so dass notwendige Eingriffe zeitnah geplant und unn\u00f6tige vermieden werden k\u00f6nnen. So erhalten Patienten genauere Diagnosen, weniger Fehlentscheidungen und eine insgesamt bessere, patientenorientierte Versorgung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wann raten Sie bei starken R\u00fcckenschmerzen zu Schmerz- &amp; Physiotherapie und wann zum Eingriff? Gibt es klare Regeln?<\/h4>\n\n\n\n<p>Unser Grundsatz ist ganz einfach: Bei starken nicht-spezifischen R\u00fcckenschmerzen raten wir immer zuerst zur konsequenten konservativen Therapie \u2013 also Schmerzmedizin, Physiotherapie und bei Bedarf psychologische Unterst\u00fctzung. Diese Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen vollst\u00e4ndig ausgesch\u00f6pft werden, bevor wir \u00fcberhaupt an einen Eingriff denken. Ein Eingriff kommt infrage, wenn klare strukturelle Probleme vorliegen, wie dr\u00fcckende Bandscheibenvorf\u00e4lle, enge Spinalkan\u00e4le oder Instabilit\u00e4ten, die Nerven dauerhaft sch\u00e4digen w\u00fcrden. Daf\u00fcr haben wir evidenzbasierte Leitlinien mit ganz konkreten Kriterien, die wir in unserer Kooperation noch weiterentwickeln werden. So schaffen wir klare Behandlungswege \u2013 egal ob station\u00e4r oder ambulant \u2013 und vermeiden Entscheidungen aus dem Bauch heraus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Konkret: Bandscheibenvorfall mit Taubheit oder L\u00e4hmungen in den Beinen \u2013 wie lange darf man warten, bis ein Eingriff bleibende Sch\u00e4den verhindert?<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei einem Bandscheibenvorfall mit Taubheitsgef\u00fchlen oder L\u00e4hmungen \u2013 also sogenannten Paresen \u2013 d\u00fcrfen wir nicht lange warten. Besonders kritisch wird es beim Kauda-equina-Syndrom mit Taubheit im Sattelbereich, Blasen- oder Darmerkrankungen \u2013 das ist ein absoluter Notfall. Bei L\u00e4hmungen im Bereich der Extremit\u00e4ten greifen wir oft innerhalb von drei Tagen ein, manchmal sogar fr\u00fcher. Studien zeigen eindeutig: Bei fr\u00fcher Intervention erholen sich 97 Prozent der Nervenfunktionen vollst\u00e4ndig, w\u00e4hrend jedes Z\u00f6gern das Risiko f\u00fcr bleibende Sch\u00e4den wie Inkontinenz, dauerhafte Einschr\u00e4nkungen beim Gehen oder Taubheit dramatisch erh\u00f6ht. Deshalb geh\u00f6rt der Patient mit solchen Warnsignalen sofort in ein zertifiziertes Wirbels\u00e4ulenzentrum, wo wir interdisziplin\u00e4r entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00c4ltere Patienten mit Spinalkanalstenose humpeln nur noch wenige Meter: Ist ein Eingriff auch in h\u00f6herem Alter sinnvoll?<\/h4>\n\n\n\n<p>Absolut, ein Eingriff kann hier sehr sinnvoll sein \u2013 nat\u00fcrlich immer individuell entsprechend des Allgemeinzustands des Patienten. Bei einer Spinalkanalstenose, die die typische neurogene Claudicatio verursacht, erweitern moderne minimalinvasive Verfahren den zu engen Kanal schonend, ohne gro\u00dfe Schnitte oder lange Liegezeiten. Viele Patienten \u00fcber 80 stehen danach wieder stundenlang selbstst\u00e4ndig auf den Beinen \u2013 ohne Stock oder Rollator \u2013 und gewinnen Mobilit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit zur\u00fcck. Unser Ziel ist nicht Lebensverl\u00e4ngerung, sondern schmerzarme, aktive Jahre mit besserer Lebensqualit\u00e4t. Interdisziplin\u00e4re Teams bewerten genau, welche Patienten von einer solchen Behandlung profitieren: Bei sorgf\u00e4ltiger Auswahl sind die Ergebnisse sehr gut und Komplikationen selten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie soll k\u00fcnftig die ideale interdisziplin\u00e4re Beratung f\u00fcr R\u00fcckenschmerzpatienten aussehen \u2013 mit allen Experten gemeinsam am Tisch?<\/h4>\n\n\n\n<p>Genau das ist unser Ziel: Regelm\u00e4\u00dfige Fallkonferenzen, an denen Schmerzmediziner, Physiotherapeuten, Psychologen und Wirbels\u00e4ulenspezialisten zusammensitzen und den konkreten Patientenfall besprechen. Gemeinsam legen wir fest, welche Therapie individuell am besten passt \u2013 sei es konsequente konservative Behandlung oder ein gezielter Eingriff. Oft dient das als Zweitmeinung im Auftrag der Krankenkassen, um Fehlentscheidungen zu vermeiden. Jeder Experte bringt seinen Blickwinkel ein: Was l\u00e4sst sich noch konservativ erreichen? Wo ist ein Eingriff der richtige Schritt? So entsteht eine rundum durchdachte Therapie, Fehlbehandlungen sinken, und das Vertrauen der Patienten in die Versorgung w\u00e4chst deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was sind die n\u00e4chsten konkreten Schritte Ihrer Kooperation \u2013 und wie profitieren R\u00fcckenschmerzpatienten davon?<\/h4>\n\n\n\n<p>Wir planen gemeinsam Praxisleitlinien mit j\u00e4hrlichen Updates zu entwickeln und intensivieren den kollegialen Austausch auf Kongressen, Weiterbildungen und Fallkonferenzen. R\u00fcckenschmerz\u00acpatienten profitieren direkt: Sie bekommen evidenzbasierte Empfehlungen aus den interdisziplin\u00e4ren Fallkonferenzen, gezielte \u00dcberweisungen in zertifizierte Zentren und transparente Erfolgsdaten durch Patientenregister. So bekommen sie die f\u00fcr sie individuell beste Therapie \u2013 ohne Fehlentscheidungen zwischen zu fr\u00fchen oder zu sp\u00e4ten Eingriffen. Patienten rate ich: Fordern Sie die Teamarbeit bei Ihrem behandelnden Arzt ein! So bekommen Sie die f\u00fcr Sie individuell beste Therapie \u2013 ohne Fehlentscheidungen zwischen zu fr\u00fchen oder zu sp\u00e4ten Eingriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kooperation zwischen DGS und DWG steht ganz im Zeichen der interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung der DGS. Der Gedanke Teamwork statt Silodenken f\u00fchrt zu besseren Entscheidungen zum Wohle unserer Patienten. Beide Fachgesellschaften setzen auf Qualit\u00e4tssicherung, transparente Registerdaten und Patientennutzen &#8211; f\u00fcr evidenzbasierte Therapieentscheidungen statt Streit um \u201eoperieren oder nicht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Die Deutsche Wirbels\u00e4ulengesellschaft e.V. (DWG) &lt;&lt;&lt;<\/strong><br>PD Dr. med. Klaus J. Schnake ist Facharzt f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurg und Pr\u00e4sident der Deutschen Wirbels\u00e4ulengesellschaft (DWG) \u2013 der gr\u00f6\u00dften nationalen Fachgesellschaft f\u00fcr Wirbel\u00acs\u00e4ulenchirurgie in Europa mit 2.800 Mitgliedern (50% Neurochirurgen, 50% Orthop\u00e4den\/ Unfallchirurgen, davon die H\u00e4lfte niedergelassen). Die DWG bietet Zertifikate (Basis-\/Master f\u00fcr \u00c4rzte, Zentrenzertifizierung), ein Wirbels\u00e4ulenregister und j\u00e4hrliche Kongresse. PD Schnake leitet ein Wirbel\u00acs\u00e4ulenspezialzentrum und betont interdisziplin\u00e4re Weiterbildung inklusive konservativer Therapie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Schmerzmedizin e.V. (DGS) &lt;&lt;&lt;<\/strong><br>Die DGS ist mit 4.035 Mitgliedern, 16 Landes- und 123 Schmerzzentren die f\u00fchrende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t von Schmerzpatienten \u2013 durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Mit praxisnahen Fortbildungen, Curricula, innovativen Versorgungsmodellen sowie Kongressen wie dem Innovationsforum und den Schmerz- und Palliativtagen f\u00f6rdert die DGS den interdisziplin\u00e4ren Austausch und die Weiterentwicklung der Schmerz- und Palliativmedizin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Save The Date &lt;&lt;&lt;<\/strong><br>Innovationsforum DGS 2026: 20.\/21.11.2026 in Kassel<br>Deutsche Schmerz- und Palliativtage 2027: 11.03.-13.03.2027 in Frankfurt\/Main<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dgschmerzmedizin.de\/news\/dgs-pressemitteilungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dgschmerzmedizin.de\/news\/dgs-pressemitteilungen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Schmerzmedizin e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr\u00e4ch mit PD Klaus J. Schnake dar\u00fcber, wie DGS und DWG k\u00fcnftig interdisziplin\u00e4r chronische R\u00fcckenschmerzen behandeln wollen. Frankfurt, 1. April 2026. R\u00fccken- und Gelenkschmerzen waren Schwerpunkt der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Schmerz- und Palliativtagen 2026 in Frankfurt am Main. 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Ob man beim Backen auf frische Zutaten setzt oder Fertigteige beziehungsweise Backmischungen nutzt: um die eigene Gesundheit zu sch\u00fctzen, sollten die \u00fcblichen Hygieneregeln in der K\u00fcche beachtet werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ostergeb\u00e4ck zuhause sicher zubereiten<\/h4>\n\n\n\n<p>Backmischungen, Fertigteige aber auch Mehle, k\u00f6nnen mit STEC-Bakterien verunreinigt sein. Diese Mikroorganismen geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Verursachern bakterieller Durchfallerkrankungen in Deutschland. In mehreren vom Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordinierten Kontrollprogrammen der amtlichen Lebensmittel\u00fcberwachung wurden in der j\u00fcngsten Vergangenheit in circa jeder zehnten Probe STEC-Bakterien nachgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Mehl sind auch frische Eier eine Grundzutat jedes R\u00fchrteigs. Auch sie k\u00f6nnen mit gesundheitsgef\u00e4hrdenden Bakterien verunreinigt sein. Ein bekanntes Beispiel sind Salmonellen, die vom Tier auf den Menschen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Auch wenn die Kontrollprogramme der Lebensmittel\u00fcberwachung zeigen, dass Eier nur selten mit potenziell krankmachenden Bakterien verunreinigt sind, sollten auch beim Umgang mit rohen Eiern die \u00fcblichen Hygienema\u00dfnahmen befolgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDamit das gemeinsame Oster-Backen eine ungetr\u00fcbte Freude bleibt, sollte auf das Naschen von rohem Teig verzichtet werden\u201c, r\u00e4t BVL-Pr\u00e4sidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur B\u00f6l und erkl\u00e4rt: \u201eErst nach vollst\u00e4ndigem Erhitzen im Backofen werden m\u00f6glicherweise im Teig vorhandene STEC-Bakterien oder Salmonellen zuverl\u00e4ssig abget\u00f6tet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Tipps zur K\u00fcchen- und Lebensmittelhygiene stellt das BVL in seinem Internetangebot bereit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrundinformation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Shiga-Toxin-bildende E. coli (STEC) z\u00e4hlen zu den krankmachenden E. coli-Bakterien. Sie kommen nat\u00fcrlicherweise im Darm von Wiederk\u00e4uern vor. Durch die Ausscheidungen von Wildwiederk\u00e4uern auf dem Feld, verunreinigtes Bew\u00e4sserungswasser und organische D\u00fcngung k\u00f6nnen auch pflanzliche Lebensmittel wie Getreidemehle und Mehlprodukte mit STEC kontaminiert werden. STEC-Bakterien k\u00f6nnen beim Menschen akute Darmentz\u00fcndungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Durch Kochen, Backen und Frittieren werden STEC abget\u00f6tet. Das Lebensmittel muss dabei an allen Stellen mindestens f\u00fcr zwei Minuten auf 70 Grad Celsius erhitzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Salmonellen sind Bakterien, deren Stoffwechselprodukte beim Menschen eine akute Darmentz\u00fcndung, die Salmonellose, ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Sie geh\u00f6rt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den h\u00e4ufigsten bakteriellen Erkrankungen. Salmonellen kommen im Magen-Darm-Trakt vieler Haus- und Wildtiere vor. Dabei k\u00f6nnen H\u00fchnereier zum Beispiel \u00fcber den Kot der Legehenne mit Salmonellen infiziert werden. Die Erreger gelangen unter anderem \u00fcber unzureichend erhitzte Eier in die Nahrung. Salmonellen vermehren sich ab sieben Grad Celsius. Sie werden durch gr\u00fcndliches Erhitzen der Lebensmittel auf mindestens 70 Grad Celsius f\u00fcr zwei Minuten abget\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Bundesweiten \u00dcberwachungsplan (B\u00dcp) 2021 wurden insgesamt 335 Proben auf eine Verunreinigung mit STEC-Bakterien untersucht. Dabei wurden \u00fcberwiegend Backmischungen (216 Proben), aber auch Fertigteige (114 Proben) sowie Brotmehlmischungen (f\u00fcnf Proben) getestet. In 35 der untersuchten Proben (10,4 %) waren vermehrungsf\u00e4hige STEC nachweisbar. Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings 2020 wurden in fast jeder zehnten Probe (9,1 %) von Weizenmehl aus M\u00fchlenbetrieben STEC-Bakterien nachgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundesweiter \u00dcberwachungsplan (B\u00dcp) 2021<br><a href=\"https:\/\/www.bvl.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/01_Lebensmittel\/02_BUEp_dokumente\/BUEp_Bericht_2021.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bvl.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/01_Lebensmittel\/02_BUEp_dokumente\/BUEp_Bericht_2021.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zoonosen-Monitoring 2020<br><a href=\"https:\/\/www.bvl.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/01_Lebensmittel\/04_Zoonosen_Monitoring\/Zoonosen_Monitoring_Bericht_2020.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bvl.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/01_Lebensmittel\/04_Zoonosen_Monitoring\/Zoonosen_Monitoring_Bericht_2020.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Tipps zur K\u00fcchen- und Lebensmittelhygiene<br><a href=\"https:\/\/www.bvl.bund.de\/DE\/Arbeitsbereiche\/01_Lebensmittel\/03_Verbraucher\/03_UmgangLM\/lm_UmgangLM_node.html;jsessionid=1708E7E6E680AA4F31791C6B4EDF5B82.internet941\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bvl.bund.de\/DE\/Arbeitsbereiche\/01_Lebensmittel\/03_Verbraucher\/03_UmgangLM\/lm_UmgangLM_node.html;jsessionid=1708E7E6E680AA4F31791C6B4EDF5B82.internet941<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>BfR-FAQ zu E. coli in Mehl und Teig<br><a href=\"https:\/\/www.bfr.bund.de\/fragen-und-antworten\/thema\/escherichia-coli-in-mehl-und-teig-was-ist-wichtig-fuer-einen-genuss-ohne-reue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bfr.bund.de\/fragen-und-antworten\/thema\/escherichia-coli-in-mehl-und-teig-was-ist-wichtig-fuer-einen-genuss-ohne-reue<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das BVL ist eine eigenst\u00e4ndige Bundesoberbeh\u00f6rde im Gesch\u00e4ftsbereich des Bundesministeriums f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH). Es ist f\u00fcr die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch ver\u00e4nderten Organismen in Deutschland zust\u00e4ndig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit \u00fcbernimmt das BVL Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesl\u00e4ndern und der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hefezopf, Osterkranz, Osterfladen oder Osterbrot: nicht nur bemalte H\u00fchnereier geh\u00f6ren zum Osterbrauch, sondern auch eine Reihe von Hefe- oder R\u00fchrteig-Geb\u00e4cken. Ob man beim Backen auf frische Zutaten setzt oder Fertigteige beziehungsweise Backmischungen nutzt: um die eigene Gesundheit zu sch\u00fctzen, sollten die \u00fcblichen Hygieneregeln in der K\u00fcche beachtet werden. 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Schritten gemeinsam gegen Diabetes aktiv sein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Gemeinsam mit anderen Menschen f\u00fcr einen guten Zweck aktiv sein, dabei Spa\u00df haben und etwas f\u00fcr die eigene Gesundheit tun: Daf\u00fcr l\u00e4dt die DDG alle Interessierten auch in diesem Jahr wieder zum Diabeteslauf anl\u00e4sslich des Diabetes Kongresses in Berlin ein. Und doch ist dieses Mal vieles anders: Nicht das Tempo z\u00e4hlt, sondern die gelaufenen Schritte. Von allen Teilnehmenden \u2013 egal ob beim 5 km-Lauf oder -Walk \u2013 werden die zur\u00fcckgelegten Schritte gez\u00e4hlt und am Ende summiert, denn: \u201eJeder Schritt z\u00e4hlt!\u201c. Unser Ziel: gemeinsam 3 Millionen Schritte erreichen. Neu ist auch die besondere Sichtbarkeit der Lautsprecherinnen und Lautsprecher der Kampagne #SagEsLaut w\u00e4hrend des Diabeteslaufs.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr findet der Diabeteslauf zum 24. Mal statt und alle Teilnehmenden sind angehalten, ihre tats\u00e4chlich zur\u00fcckgelegten Schritte online einzutragen: <a href=\"https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration<\/a> . Diejenigen, die sich nicht eintragen, werden mit 6.250 Schritten gewertet. Die 5 Kilometer lange Strecke des Diabeteslaufs f\u00fchrt erstmals vom CityCube Berlin direkt ums Messegel\u00e4nde. Interessierte k\u00f6nnen sich ab sofort bereits online registrieren: https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration. Eine Anmeldung direkt auf dem Kongress ist bis zum 14. Mai 2026 um 17 Uhr ebenfalls m\u00f6glich. Eine Kongressteilnahme ist f\u00fcr den Lauf nicht erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMit dem Lauf machen wir auf die Volkskrankheit Diabetes aufmerksam, sammeln Spenden f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Projekte und unterst\u00fctzen das Gemeinschaftsgef\u00fchl, denn in diesem Jahr kommt es nicht auf die Schnelligkeit, sondern die Teilnahme \u00fcberhaupt an\u201c, sagt Professor Dr. med. Barbara Ludwig, DDG Kongresspr\u00e4sidentin 2026, die auch selbst an den Start gehen wird. \u201eGem\u00e4\u00df unserem Kongressmotto \u201aRevolution der Mittel \u2013 Realit\u00e4t der Menschen\u2018 gehen wir mit der neuen Ausrichtung auf die Realit\u00e4t der vielen Menschen mit Diabetes ein, die eben keine Sportskanonen sind, aber offen daf\u00fcr sind, mit ausgedehnten Spazierg\u00e4ngen mehr Bewegung in ihr Leben mit Diabetes zu bringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nicole Mattig-Fabian, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von diabetesDE \u2013 Deutsche Diabetes-Hilfe, freut sich in diesem Jahr besonders \u00fcber die aktive Unterst\u00fctzung aus der Diabetes-Community: \u201eEs gehen einige Lautsprecherinnen und Lautsprecher der #SagEsLaut-Kampagne an den Start. Gemeinsam laufen und ins Gespr\u00e4ch kommen \u2013 das macht den diesj\u00e4hrigen Lauf noch spannender und abwechslungsreicher.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teilnahmegeb\u00fchr f\u00fcr einen guten Zweck<\/h4>\n\n\n\n<p>Die 25 Euro Startgeb\u00fchr (wer im DDG Shirt startet, zahlt 10 Euro) kommt zu je 50 Prozent der Kampagne #SagEsLaut von diabetesDE \u2013 Deutsche Diabetes-Hilfe und Projekten der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS) zugute. Die Awareness-Kampagne #SagEsLaut gibt Menschen mit Diabetes in den sozialen Medien mehr Sichtbarkeit und stellt dar, dass sich viele Betroffene von der Politik mit ihren Bedarfen und Bed\u00fcrfnissen im Stich gelassen f\u00fchlen. (Weitere Informationen unter: <a href=\"https:\/\/www.diabetes-stimme.de\/sageslaut\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.diabetes-stimme.de\/sageslaut<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kostenfreie Trainingspl\u00e4ne f\u00fcr die Vorbereitung<\/h4>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit dem Team von Professorin Dr. med. Dr. Sportwiss. Christine Joisten, Leiterin der Abteilung Bewegungs- und Gesundheitsf\u00f6rderung am Institut f\u00fcr Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln, bietet die DDG wieder kostenfreie Trainingspl\u00e4ne f\u00fcr Anf\u00e4ngerinnen und Anf\u00e4nger an. Neben allgemeinen Hinweisen enthalten die Pl\u00e4ne unter anderem Tipps zur Ern\u00e4hrung, zum Aufw\u00e4rmen und Cool Down, Stabilisations\u00fcbungen, Informationen zur richtigen Lauftechnik sowie zum sechsw\u00f6chigen Trainingspensum. Die Pl\u00e4ne k\u00f6nnen hier heruntergeladen werden:<a href=\"https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Terminhinweis f\u00fcr Journalistinnen und Journalisten und alle Interessierte:<br>Diabetes-Lauf (5 km Lauf oder Walk)<br>Donnerstag, den 14.5.2026 (Himmelfahrt)<br>Er\u00f6ffnung: 17.30 Uhr, Start: 18.15 Uhr<br>Ort: City Cube, Berlin<br>Anmeldung: <a href=\"https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/my.raceresult.com\/378234\/registration<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/diabeteskongress.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/diabeteskongress.de\/<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ddg.info\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):<\/strong><br>Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9300 Mitgliedern eine der gro\u00dfen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterst\u00fctzt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich seit 1964 in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Pr\u00e4vention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit anderen Menschen f\u00fcr einen guten Zweck aktiv sein, dabei Spa\u00df haben und etwas f\u00fcr die eigene Gesundheit tun: Daf\u00fcr l\u00e4dt die DDG alle Interessierten auch in diesem Jahr wieder zum Diabeteslauf anl\u00e4sslich des Diabetes Kongresses in Berlin ein. Und doch ist dieses Mal vieles anders: Nicht das Tempo z\u00e4hlt, sondern die gelaufenen Schritte. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":5055,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5054","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_embedded":{"wp:featuredmedia":[{"source_url":"test"}]},"kurztext":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5054"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5054\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5056,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5054\/revisions\/5056"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}},{"id":5051,"date":"2026-03-31T12:22:35","date_gmt":"2026-03-31T10:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/?p=5051"},"modified":"2026-04-02T10:45:16","modified_gmt":"2026-04-02T08:45:16","slug":"schnelltestentwicklung-zur-diagnose-schwer-behandelbarer-vre-bakterien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/content.digitale-hausapotheke.de\/2026\/03\/31\/schnelltestentwicklung-zur-diagnose-schwer-behandelbarer-vre-bakterien\/","title":{"rendered":"Schnelltestentwicklung zur Diagnose schwer behandelbarer VRE-Bakterien"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vancomycin-resistente Enterococcus faecium (VRE) z\u00e4hlen zu den besonders besorgniserregenden antibiotikaresistenten Problemkeimen, da ihre Behandlung stark eingeschr\u00e4nkt ist. Die Resistenz beruht auf den Enzymkomplexen VanA oder VanB, die Vancomycin unwirksam machen. VanB wird jedoch in g\u00e4ngigen Empfindlichkeitstests der Diagnostik oft nicht zuverl\u00e4ssig erkannt, was zu ineffektiven Therapien und einer weiteren Ausbreitung von VRE f\u00fchren kann. Ein Forscherteam arbeitet gemeinsamen mit einem belgischen Industriepartner an der Entwicklung eines Antik\u00f6rper-basierten VRE-Schnelltests, der die Expression von VanA und VanB zuverl\u00e4ssig nachweisen kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Enterococcus faecium ist ein Bakterium, das von Natur aus gegen viele g\u00e4ngige Antibiotika resistent ist. Insbesondere bei vulnerablen Patientengruppen, wie immungeschw\u00e4chten Personen, kann das Bakterium schwer behandelbare Infektionen verursachen und stellt daher ein bedeutendes Problem als nosokomialer Infektionserreger dar. Vancomycin-resistente Enterococcus faecium (VRE) z\u00e4hlen zu den besonders besorgniserregenden antibiotikaresistenten Problemkeimen, da ihre Behandlung stark eingeschr\u00e4nkt ist. Die Resistenz beruht auf den Enzymkomplexen VanA oder VanB, die Vancomycin unwirksam machen. VanB wird jedoch in g\u00e4ngigen Empfindlichkeitstests der Diagnostik oft nicht zuverl\u00e4ssig erkannt, was zu ineffektiven Therapien und einer weiteren Ausbreitung von VRE f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Team von Dr. Alexander Klimka, Wissenschaftler des Deutschen Zentrums f\u00fcr Infektionsforschung (DZIF) vom Institut f\u00fcr Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (IMMIH) arbeitet gemeinsamen mit Dr. Paul Higgins (IMMIH und DZIF) und einem belgischen Industriepartner an der Entwicklung eines Antik\u00f6rper-basierten VRE-Schnelltests, der die Expression von VanA und VanB zuverl\u00e4ssig nachweisen kann. Der Prototyp dieses VRE-Schnelltests wird dann mit verschiedenen klinischen Isolaten und mithilfe eines in-vitro-Darmmodells von Dr. Thomas Flie\u00dfwasser (UK Bonn) evaluiert, um ihn danach mit dem Industriepartner zur Marktreife zu bringen. \u201eUnser Ziel ist es, einen Schnelltest zu entwickeln, der beide Resistenzmechanismen sicher erfasst und sich unkompliziert in den diagnostischen Alltag integrieren l\u00e4sst\u201c, sagt Dr. Alexander Klimka. Dazu wird Dr. Tamara R\u00fcgamer, Ober\u00e4rztin am IMMIH, in einer klinischen Studie testen, ob sich der Test in den Arbeitsablauf eines universit\u00e4ren Diagnostiklabors integrieren l\u00e4sst und dadurch zu einer erheblich vereinfachten, sicheren und letztlich auch kosteng\u00fcnstigeren Diagnostik von VRE beitragen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Uniklinik K\u00f6ln und das DZIF k\u00f6nnen dabei auf einschl\u00e4gige Erfahrungen in der gemeinsamen, translationalen Testentwicklung verweisen. Dr. Alexander Klimka, Dr. Paul Higgins und weitere Mitarbeitende des IMMIH haben gemeinsam mit dem belgischen Industriepartner bereits zwei Schnelltests zur Detektion Carbapenemase-resistenter Acinetobacter baumannii erfolgreich zur Marktreife gebracht (OXA-23 K-SeT, 2018, und RESIST-ACINETO, 2022).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dzif.de\/de\/schnelltestentwicklung-zur-diagnose-schwer-behandelbarer-vre-bakterien\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dzif.de\/de\/schnelltestentwicklung-zur-diagnose-schwer-behandelbarer-vre-bakterien<\/a>&nbsp;DZIF-Pressemeldung mit Bild<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Deutsches Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vancomycin-resistente Enterococcus faecium (VRE) z\u00e4hlen zu den besonders besorgniserregenden antibiotikaresistenten Problemkeimen, da ihre Behandlung stark eingeschr\u00e4nkt ist. 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